Mit Investitionen zu Innovationen im Nahverkehr

Foto eines Fahrgasts in einem Zug der ODEG

Im Dezember 2022 werden in Berlin und Brandenburg die Früchte langer Planungen geerntet. Ein immenser Angebotsausbau sowie eine spürbare Aufwertung im Schienenpersonenverkehr werden dann im gesamten VBB-Land spürbar: Mit den sogenannten Betriebsaufnahmen im Netz Elbe-Spree und im Netz Lausitz sowie des Verkehrsvertrages zum Betrieb des S-Bahn-Teilnetzes Ring/Südost bekommen die Fahrgäste in Berlin und Brandenburg deutliche Verbesserungen im Nahverkehr. Die DB Regio Nordost und die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (ODEG) bringen gemeinsam rund 30 Prozent mehr Angebot und mehr Fahrgastkomfort auf die Schiene. Damit das möglich wird, investieren die Länder Berlin und Brandenburg gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen in die Region.

Im Falle der Netze Elbe-Spree und Lausitz hat der VBB im Auftrag der beteiligten Bundesländer Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern (Netz Elbe-Spree) sowie dem Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL, Netz Lausitz) 2019 mehrere Ausschreibungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) durchgeführt. Die DB Regio Nordost sowie die ODEG haben die Vergaben im Netz Elbe-Spree sowie im Netz Lausitz für sich entscheiden können. In diesem Jahr werden die Maßnahmen nun konkret umgesetzt und damit auch ganz praktisch für die Fahrgäste erlebbar.

Spürbare Verbesserungen bei der S-Bahn

So bewegt sich im Jahr 2022 zum Beispiel einiges mit der Betriebsaufnahme des Verkehrsvertrages zum Betrieb des S-Bahn-Teilnetzes Ring/Südost. Für die Fahrgäste ergeben sich damit auf den Linien S46, S47, S8 sowie auf der Ringbahn (S41 und S42) zahlreiche Verbesserungen: Auf allen Linien kommen neue, klimatisierte Fahrzeuge mit verbesserter Barrierefreiheit und modernerer Fahrgastinformation zum Einsatz. Die S8 wird außerdem in den Hauptverkehrszeiten über Zeuthen hinaus bis nach Wildau verlängert. Damit ist auch die Technische Hochschule Wildau besser mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
Der Zuschlag ging nach vorheriger Angebotsplanung, der Erarbeitung der Vergabeunterlagen und der Durchführung des Vergabeverfahrens bereits 2015 an die S-Bahn Berlin. In mehreren Stufen erfolgt seit Beginn des Jahres 2021 die Betriebsaufnahme. Dieser Prozess wird voraussichtlich im Oktober des Jahres 2023 mit der vollständigen Aufnahme der Ringbahn in den neuen Vertrag beendet sein. Im Jahr 2022 stehen die Betriebsaufnahmen auf den Linien S46 (01. Juli) und S8 (14. Oktober) bevor. Damit sich der Aufwand lohnt: Der Verkehrsvertrag hat eine Laufzeit von 15 Jahren.

i2030 – Mehr Schiene in Berlin und Brandenburg

In einem gesamtheitlichen Ausbau des SPNV im Verbundgebiet arbeitet der VBB gemeinsam mit den Ländern Berlin und Brandenburg sowie der Deutschen Bahn im Infrastrukturprojekt i2030. Hier werden von vorneherein alle Faktoren sorgsam berücksichtigt und gesamtheitlich mitgedacht. Damit Züge länger sein und pünktlicher fahren können, gehen im Jahr 2022 erste Maßnahmen ganz konkret in die Umsetzung: Der Spatenstich für die Verlängerung der Bahnsteige entlang des RE1 ist für September 2022 geplant. Im Mai ging ein neues sogenanntes Kehrgleis zum Wenden und Abstellen von Zügen im Bahnhof Königs Wusterhausen in Betrieb.